AFS Schwäbisch Hall: Rundbrief Dezember 2004

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Rundbrief - Dezember 2004



Liebe AFSer!

Höchste Zeit für einen neuen Rundbrief: der letzte ist doch tatsächlich inzwischen Schnee von Vorgestern....
Seither hat sich jede Menge getan im Komitee Schwäbisch Hall.
Lisa, die sonst den Rundbrief schreibt, hat gerade wenig Zeit, deshalb kommt diese Ausgabe mal (fast)exklusiv von mir.
Wo beginne ich bloß?

Sommerwanderung

Unter der regen Teilnahme von rund 50 Komitee Mitgliedern und Angehörigen, fand auch diesen Sommer wieder eine Wanderung statt. Gewandert wurde diesmal rund um Ingelfingen.
Lokale Sehenswürdigkeiten wie der Schwarze Hof, der Kurpark und die Ruine Lichteneck wurden dabei nicht ausgelassen. Vielen Dank an die ortskundigen Führer!
Auf dem mehrstündigen Weg durch die Weinberge des Kochertals kam aber auch der Austausch an Erfahrungen und Neuigkeiten nicht zu kurz. So berichteten mehrere Hopees von bereits regem E-Mail Kontakt mit ihren Gastfamilien.
Die Wanderung endete schließlich wo sie begonnen hatte, hinter der Schule in Ingelfingen, mit gemütlichem Beisammensein und leckerem Zwiebelkuchen. 

Abschied

Im Juni/Juli/August gibt es im AFS-Jahr immer die größten und aufregendsten Ereignisse und Bewegungen. Die Awayees kommen zurück, die Gastschüler müssen uns verlassen und die Hopees reisen in die Ferne. Das übergeordnete Thema für alle Tauschis in dieser Zeit heißt "Abschied". (Auch für die Zurückkommenden....)

Sommerfest

Mitten in dieser Phase liegt unser großes Event, das jährliche Sommerfest. Es war auch in diesem Jahr wieder eine gelungene Veranstaltung. Eine bunte Mischung von Jung und Alt, Returnees, Gastfamilien, Fresh-Returnees, Entsendeeltern, Hopees, Gastschülern, ehemaligen Gastfamilien, künftigen Entsendeeltern, Tanten, Großeltern, nicht zu vergessen Gastgeschwistern in allen Altersklassen, hatte sich zusammengefunden bei bestem Wetter, um gemeinsam zu essen, trinken, reden, alte Freunde zu treffen oder neue kennen zu lernen, um zu erzählen oder zu zuhören, um Abschied oder Willkommen zu feiern.
Dieses Fest ist für alle AFSer, ob aktiv oder nur am Rande beteiligt, ein zentraler Knotenpunkt. Jeder, der seine Sinne offen hält, kann bei dieser Begegnung etwas vom aufregenden "AFS-Spirit" fühlen, auch wenn er/sie nie ein Austauschjahr gemacht hat.
Dass dieses Fest überhaupt möglich ist, verdanken wir vor allem den Familien Herterich und Otterbach, die das alles wieder wunderbar organisiert haben. Ein ganz herzliches Danke von uns allen an euch, liebe Otterbachs und liebe Herterichs!

Hopees auf dem Weg ins Abenteuer

Einige Tage nach dem Sommerfest begab sich der erste Hopee auf den Weg ins Abenteuer Austauschjahr. Es war in diesem Fall mein Sohn Jakob, der sich nach Neuseeland aufmachte. Einen Tag später folgte Vicky nach Guatemala. Und dann ab Anfang August ging es richtig los mit der Abreise. Ich verbrachte drei Tage in Frankfurt, um bei der Abreise in die USA als Betreuerin dabei zu sein. Es war eine interessante und für mich als Sendingverantwortliche auch wichtige Erfahrung. Schön war, dass ich unsere USA-Reisenden Christine, Andrea, Maik und Tobias noch einmal umarmen und teilweise bis ans Gate begleiten konnte.

Ende des ATJ in Deutschland

Der Abschied, den Gastschüler und Gastfamilien nehmen mussten, war sicher sehr traurig, da man ja oft nicht weiß, wie lange es dauert, bis man sich vielleicht einmal wieder sieht. Wir wünschen Alexandra, Chutima, Mato, Laura, Ekaterina, Nathalie, Suki, Norihiko und Okan alles Gute . Sie haben sich nun sicher wieder zu Hause eingelebt und denken hoffentlich gerne an Ihr Jahr in Deutschland und die Zeit in unserem Komitee.

Nachbereitung

Gegen Ende der Sommerferien fand dann die kleine Nachbereitung für die Fresh-Returnees statt.
Wir haben diesmal zwei Tage in einem Selbstversorgerhaus in Neunkirchen verbracht. Esther hat die Organisation verantwortlich mit übernommen und alles hat hervorragend geklappt. Wir verbrachten ein Wochenende mit sehr intensiven Gesprächen (vor allem Nachts am Lagerfeuer) mit hoch motivierten Fresh-Returnees und ebensolchen Betreuern. Die Betreuer waren ausgesprochen kompetent und erfahren, z. T. eigens weit angereist. Das alles fand bei bestem Wetter in schöner Umgebung statt. Schade, schade, dass so wenige teilnehmen konnten........
(Anmerkung für alle, die NICHT gekommen sind: nehmt bitte wenigstens an der sogenannten "Großen Nachbereitung" teil. Es nützt euch!)

Die "Neuen"

Am gleichen Wochenende fand im Komitee ein anderes, überaus wichtiges Ereignis statt: die neuen Gastschüler kamen!
Wir konnten im Komitee begrüßen:
Muyu aus China (bei Fam. Christov in Künzelsau),
Hildur aus Island (bei Fam. Weiß in Kupferzell),
Annelin aus Norwegen (bei Fam. Graf in SHA), 
Bruno aus Kroatien (bei Fam. Schmezer in Ingelfingen),
Renata aus Ungarn (bei Fam. Poleschner in Ingelfingen),
Quetzalcoatl aus Mexico (bei Fam. Bischof in Sulzdorf),
Rodolfo aus Guatemala (bei Fam. Hufendiek in Sulzdorf) .
Daniel aus den USA (bei Fam. Röser in Schöntal) und
Suriyo aus Thailand (Fam. Kröbel in SHA)

Survival-Camp

Am letzten Sonntag in den Sommerferien fand das Survival-Camp statt.
Gastschüler, Gastfamilien, Familienbetreuer und Lokalbetreuer trafen sich für einen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen in den Räumen der Waldorfschule Schwäbisch Hall, um sich kennen zu lernen und um erste Informationen über das Zusammen- und Überleben zu erfahren. Die Zeichnungen, die die Gastfamilien, die Gastschüler, die Familienbetreuer und die Lokalbetreuer gemeinsam in "ihrer" Familie erstellten, brachten alle einander näher. Nach der gemeinsamen Runde wurden Gastschüler und Gasteltern getrennt, zu den Gastschülern kamen die Lokalbetreuer hinzu und zu den Familien die Familienbetreuer und beide Gruppen erhielten Informationen und Instruktionen und arbeiteten an für die Gruppe relevanten Themen. Die Veranstaltung darf als sehr gelungen bezeichnet werden, ich denke, jede(r) konnte etwas mitnehmen. Einen wichtigen Beitrag leisteten durchaus auch die vielen mitgebrachten und ausgesprochen leckeren Kuchen......

Betreuerschulung

Am Vormittag dieses Tages waren bereits einige Aktive zusammen gekommen, um an der Betreuerschulung teilzunehmen. Ina und ich hatten uns auch in diesem Jahr zum Ziel gesetzt, jugendliche Lokalbetreuer und ältere Familienbetreuer auf ihre Aufgabe vorzubereiten.

Jahreshauptversamlung

Wichtig für diesen Rundbrief ist sicher noch, über die Umstrukturierung im Bereich des Vereins zu berichten.
Im Juli fand die vorgezogene Jahreshauptversammlung statt. Christine und Walter Sturm und Margot Wicharz zogen sich aus Vorstand und Komiteevorsitz zurück. Margot wird weiterhin den Bereich Hosting im Künzelsauer Raum betreuen und Christine und Walter möchten nur noch sporadisch im Komitee mitarbeiten.
Neue Komiteevorsitzende ist Anja Otterbach, 2. Komiteevorsitzende (und weiterhin Sendingverantwortliche) ist Brigitte Süssenguth-Brenner, Herbert Herterich blieb als Kassenwart und Vorstandsmitglied erhalten.
Den neuen Vorstand bilden jetzt Anja Otterbach, Brigitte Süssenguth-Brenner, Herbert Herterich, Esther Braun, Cornelius Fleischhaker.
Neue Hostingverantwortliche ist Gabi Otterbach, Ina Elsagir bleibt als Regionalbetreuerin erhalten. Delegierte ist Esther Braun, Stellvertreter Cornelius Fleischhaker und Carolin Hibsch. Schulbeauftragte ist Ulrike Walhala. Die Organisation der Stammtische hat Dorle Kröbel übernommen. Für die Fun-Aktivitäten sind verantwortlich Judith Wiedemann und Cornelius Fleischhaker, für den Rundbrief Lisa Kocher, Armin Müller verantwortet die Homepage.
Ich wünsche uns allen eine fruchtbare Zusammenarbeit!

Öffentlichkeitsarbeit

Zurück zum AFS-Jahr: Am 30. September fand in einem (etwas zu kleinen) Raum der Musikschule eine öffentliche Veranstaltung unseres Komitees statt. Dieser Abend war entstanden in Kooperation mit der VHS im Rahmen der "Eine-Welt-Tage" in Schwäbisch Hall. Unter dem Motto "5 Kontinente mit 5 Sinnen erfahren" boten wir Information über unsere Organisation an, aber vor allem auch wirklich sinnliche Erfahrungen.
Vom stark riechenden Trockenfisch aus Skandinavien über asiatische Spezialitäten, brasilianischem Mate-Tee, lateinamerikanischen Rhythmen, afrikanischem Trommeln, Flaggen aus aller Welt und wirklich vielen Köstlichkeiten aus den verschiedenen Ländern und Kontinenten, Fotos, Kleidung, u.v.m. war (fast) alles im Angebot....
Eine kleine Kerngruppe hatte vorbereitet; viele, viele Gastschüler, Returnees, sonstige Mitarbeiter haben sich aktiv beteiligt - es war einfach großartig! Wer danach keine Lust bekam, auch ein Austauschjahr zu machen, dem ist wirklich nicht zu helfen.......

Dank dieser Werbung, aber vor allem der direkten Werbung in den Schulen (dickes Lob an alle, die sich beteiligt haben), haben wir in diesem Jahr tatsächlich ein Drittel mehr Bewerber im Sending als letztes Jahr. Eine solche Steigerung soll uns erst einmal jemand nachmachen.
Wir hatten 30 Bewerber, dabei überwogen zum ersten mal die Jungs in diesem Jahr (17) .

Infoabend

Am 02. November gab es einen gut besuchten Infoabend für Bewerber und Eltern in der Waldorfschule Schwäbisch Hall. Auch dabei fanden sich wieder wirklich kompetente Helfer aus dem Komitee.

Auswahl 2004

Dann kam das Ereignis, das für viele eine sehr wichtige Rolle spielt: die Auswahl. Wichtig für die Bewerber, weil es eine Weichenstellung bedeutet. Wichtig für die Returnees, die zum ersten mal auf der Seite der Auswähler teilnehmen, wichtig für die "Erfahrenen" im Auswahlteam, weil sie die Verantwortung spüren.
Das Freizeitheim in Kreuzle war bis auf das letzte Bett belegt und es war schon eine deutlich größere Gruppe, die irgendwie zu bewältigen war.
Chaos im Vorfeld (ein Wasserrohrbruch im Haus, 2 Tage vor unserem Termin,) sorgten dafür, dass es mir so gar nicht langweilig wurde.....
Als wir glücklich doch noch dort unser Wochenende verbringen konnten, konnte mich fast nichts mehr erschüttern.
Margot und Werner Wicharz sorgten wirklich aufs Beste für unser aller leibliches Wohl. Bastel Köhler scheute keine Mühen, uns für Samstagabend ein paar Gastschüler nach Kreuzle zu transportieren, Anja, Lisa, Judith, Karolina, Corny, Vera, Esther, Axel, Johannes, Gerhard und ich bildeten das diesjährige Dream-Team. (Axel und Johannes waren extra von ihren Studienorten angereist).
Mit den Bewerbern lief es wirklich gut, es gab wieder viel mehr interessante, gut geeignete, wunderbare junge Leute als wir Plätze zu vergeben hatten. Eine ganz neue Herausforderung für uns alle war die Teilnahme eines (fast) gehörlosen Jungen. Als dann am Sonntagmittag alle Bewerber verabschiedet waren, begann für uns erst so richtig die Arbeit. Nur soviel auf dieser öffentlichen Seite: es ist kein leichter Prozess, eine Auswahl zu treffen.
Nun befinden wir uns gerade in der Phase der Homeinterviews. Außerdem rücken nun die Bewerber aus der Warteliste Zug um Zug nach.


Da ich Sending-Verantwortliche bin, habt ihr nun viele Infos aus dem Sending bekommen.
Jetzt versuche ich, noch aus den anderen Bereichen zu berichten.

Fun-Aktivitäten

fanden seit der Ankunft der Gastschüler selbstverständlich auch schon statt. Da war als Erstes der Ausflug zum Cannstatter Wasen, dann gab es das berühmt-berüchtigte Herbstfest in Krautheim, es folgte Schlittschuhlaufen in Heilbronn (ein Event mit über 40 Leuten....) und dann fand auch wieder das vorweihnachtliche Plastizieren mit Ton statt. (siehe auch Bericht von Thomas Graf) Soweit ich informiert bin, gab es auch noch einen gemeinsamen Ausflug auf einen Weihnachtsmarkt (Ludwigsburg?) Niemand kann behaupten, dass wir (Judith! Corny!) uns für unseren Gastschülern nicht ins Zeug legen.

Erwähnt werden muss unbedingt auch noch, dass die Familien Herterich, Otterbach und Wicharz auch in diesem Jahr wieder ein "Dankeschön-Essen" für die letztjährigen Gastfamilien organisierten. Ich bin zwar nicht dabei gewesen, aber ich bin sicher, es war ein Ereignis, das Gaumen und Seele erfreute.

Auch der erste Gesprächs-Abend für die aktuellen Gasteltern fand Ende Oktober bereits statt. Walter Sturm hat ihn vorbereitet und moderiert und ich habe teilgenommen und kann deshalb mit Sicherheit sagen, dass er gut gelungen und sehr effektiv war.


Was fehlt noch? Richtig, unser zweites großes Jahrestreffen im Komitee:

die Weihnachtsfeier !

Viele der Leser haben vermutlich selbst teilgenommen, was soll ich schreiben - ich fand sie rundherum gelungen. Auch hier waren wieder Herterichs und Otterbachs im Vorfeld aktiv (Dank an sie und alle anderen Helfer) Ob Hohenloher Weihnachtsbrödle, ob Spezialitäten aus vielen fernen Ländern, die kulinarischen Köstlichkeiten kann man gar nicht alle aufzählen.
Unsere Gastschüler haben sich programm-mäßig richtig angestrengt, gesungen, gesprochen, Musik gemacht. Familie Graf hat für uns musiziert und der Höhepunkt (zumindest für mich - ich lag streckenweise fast unterm Tisch.....)war in diesem Jahr der Auftritt einer ganzen "himmlischen" Heerschar. Wer hat schon einen Weihnachtsbären zu bieten? Oder gleich zwei herrliche norwegische Trolle? Ein so wunderschönes blond gelocktes Christkind/Engelwesen? Einen Nikolaus, der so vieles einfach löblich, sehr löblich findet und sooo viele Geschenke verteilt? Ganz zu schweigen von dem gestrengen Knecht Rupprecht in seiner etwas gewöhnungsbedürftigen Ausführung.....
Allen, die nicht dabei waren, sei gesagt: es lohnt sich, auf die Weihnachtsfeier des AFS- Komitee Schwäbisch Hall zu kommen!

Regionalwochenende

Auch noch im Dezember fand unter der bewährten Regie von Ina das Regionalwochenende für die Gastschüler statt. Mir liegen hierüber keine Berichte vor, aber ich bin sicher, es war ein intensives Wochenende, Ina ist ein Garant hierfür.

Überregionales

Am gleichen Wochenende fuhren Anja und ich nach Göttingen zum sogenannten KoVo (Komiteevorsitzendentreffen). Wir konnten dort an interessanten Workshops teilnehmen, uns austauschen mit anderen "KoVos", von Vorstandsmitgliedern des AFS Deutschland Interessantes vernehmen und uns auch einfach einen kleinen Motivationsschub holen, um die intensive Arbeit im Komitee wieder gerne weiterzuführen.

Awayees

Unsere Awayees befinden sich alle in einem ordentlichen Zustand, soweit ich weiß. Es gab inzwischen schon sechs Familienwechsel, manche Tiefpunkte, aber im Prinzip fühlen sich alle gut, viele sogar sehr gut. Am Ende des Rundbriefes hänge ich einige Berichte an. In nächster Zeit findet ihr dann weitere auf der Homepage.

Ausblick

So, was bleibt noch? Der Ausblick in die nähere Zukunft.

Bald wird uns Rodolfo verlassen, der bei Familie Hufendiek in Sulzdorf lebt und für den das Austauschjahr jetzt im Winter endet. Gute Heimreise, Rodolfo und alles Gute für dich!

Ebenfalls jetzt reist unser erster Hopee, Philipp aus Vellberg ab. Er hat sich ganz schnell für die Winterabreise entschieden und geht nach Argentinien. Auch für dich, lieber Philipp alles Gute und ein wunderschönes und bereicherndes Austauschjahr.

Mitte Januar geht es weiter mit der Auswahl der Stipendiaten für die Landesstiftung BW.

Ja, ihr habt richtig gelesen, wir werden in diesem Jahr eines der beiden Komitees in BW sein, das diese Stipendiaten auswählt. Über 30 Bewerber aus den Komitees Stuttgart, Ulm, Ludwigsburg, Tübingen und Hall werden teilnehmen.

Ende Februar findet bereits die erste Vorbereitung unserer neuen Hopees statt.

So, das war es für dieses mal. Ich hoffe, es war interessant für euch und ihr fühlt euch nun wieder etwas mehr auf dem Laufenden.
Passend zum Jahresende danke ich allen Aktiven für ihre Mitarbeit im Komitee. Ihr wisst ja, AFS-Arbeit ist Arbeit für den Weltfrieden.

Guten Rutsch ins Neue Jahr!

eure Brigitte



Von unseren Awayees:



Ich fühle mich wie in einem Traum. Dort begegne ich unbeschreiblichen Menschen. Sie strahlen Wärme, Herzlichkeit und Liebe aus. Sie nehmen mich in die Arme und lassen mich ein Teil von ihnen werden. Sie versuchen mir ihre Lebens- und Denkweise nahe zubringen und geben mir Halt und Unterstützung, wenn mir bewusst wird, dass es nicht nur schöne Träume im Leben gibt. In Momenten der Albträume stehe ich vor Problemen, auf die ich nicht gefasst war...Doch so ist das nun mal, man kann sich nicht aussuchen, was man träumt! Gewöhnlich wache ich total verheult aus solchen Albträumen auf. Immer dann, wenn mich die Sehnsucht nach Deutschland weckt. Dann ist es, als würde ich in die Wirklichkeit zurückgeholt. Doch ich weiß, dass ich mich abends ins Bett legen und wieder in meinen Traum zurückkehren werde. Dann werde ich wieder die Düfte dieses wunderbaren Essens riechen und den Klang dieser schönen Sprache hören. Ich hoffe, dass dieser Traum nicht so schnell vergeht, mit seinen schönen, aber auch mit seinen schlechten Seiten, denn das alles gehört dazu und wär nicht halb so aufregend und ereignisreich ohne sie!

Es prägt mich und wird für immer ein Teil von mir sein, mein Traum namens Kroatien..........

Alice



Hallooo alle!

Ich bin jetzt schon fast 50 Tage in Lettland und ich hab noch keine Sekunde bereut mich fuer diesen Aufenthalt entschieden zu haben... Ich hab ne super Familie. Mutter Vater und Bruder mit dem ich gut klar komme. Meine Eltern sprechen deutsch und das erleichtert mir natürlich manches aber es macht auch das lettisch lernen schwieriger. G.s.d. ist meine Mutter auch voll motiviert mir lettisch beizubringen und so kann ich mich mittlerweile über Alltägliches mit ihnen unterhalten. In der Schule kann ich natürlich im Englischunterricht mitarbeiten aber auch mathe wird jetzt besser da sich die Lehrerin zeit für mich nimmt. Im lettisch unterricht meiner Klassenkameraden kann ich nicht im unterricht mitmachen aber die Lehrerin ist auch sau nett und spricht mit mir lettisch zum lernen! In den meisten anderen Fächern schreib ich Briefe, lern Lettisch-wörter,oder latein. Groesstes Problem ist die Müdigkeit, die mich in den Stunden in denen ich nicht gefordert bin, zermürbt! Nach der Schule hält sich meine Müdigkeit jetzt in Grenzen, aber in der Schule lauf ich manchmal schon verpennt rum... Meine Klasse ist saunett und sehr hilfsbereit! Ich bin in der Matheklasse und hier sind alle voll lernwillig. Also in den Pausen geh ich manchmal allein auf den Flur, weil die anderen auf einen Test lernen oder so... fuer mich ist Gewohnheit in der Pause aus dem Zimmer rauszugehen... Nach der Schule mach ich fitness und schwimmen. Die Schwimmstunden finanzier ich mir, indem ich meiner Schwimmlehrerin Deutschstunden gebe hihi.

Probleme bleiben natuerlich auch nicht aus. Mein erstes *infalschenbuseinsteigen* hatte ich schon hinter mir. mein handy war leer und ich bin eine stunde um jelgava( so heist meine Stadt )rumgeduesst.
Meine Familie ist sau besorgt um mich, denn in Jelgava soll es nachts gefeahrlich sein. Es ist schon ne Umstellung da ich in Deutschland wegbleiben konnte solang ich will hier muss ich halt mit meinem Bruder zusammen heim... Naja die anderen Sachen waren eigentlich nur kleinere Sachen wie mal nicht gleich abgespuelt zu haben... Manchmal fühl ich mal Spannung zwischen mir und meinem Bruder aber des geht meistens schnell vorbei. Ich teil mir hier ein Zimmer mit ihm. Ist auch ne neue Erfahrung!!! Vor allem, da ich es vorher nicht wusste.
So ich leb jetzt hier mal weiter Grüsse an euch alle
David

Und hier noch der Bericht einer weihnachtlichen Aktivität:

Die Austauschschüler tonten am Freitag, den 12.11.04,

und zwar nicht nur Sterne... 

von Thomas Graf;

Im Schulgebäude der Grundschule Sulzdorf trafen sich am 12.November ab 15.30 Uhr die Austauschschüler. Renate Herterich, die erfahrene Töpferin, samt ihren Helferinnen, Anita Hufendiek und Monika Graf, zeigten den jungen Leuten, was sich alles tonen lässt. Freilich waren auch heuer die klassischen Vorlagen wieder gefragt: Sterne in klein, Sterne in groß, Nikolausköpfe mit normalen Nasen und ein Nikolauskopf mit Zinken - "do däd mir mein Kucha nedd schmegga, wenn der vor mir uffm Disch hogga däd", rief Renate spontan aus... Anwesend waren bis auf Renata (H) und Daniel (USA) alle Gastschüler sowie ein paar (Ex-)Gastgeschwister und Returnees, wie Corny Fleischhacker, Carolina Brokmann und Georg Bischof. Nicht zu vergessen: ein Hopee war noch mit von der Partie: Valentin Otterbach! Es wurden sehr viele verschiedene Sachen geformt, gestanzt und gedrückt. Die Produkte waren sehr schön und manche auch mindestens genauso interessant, z.B. waren ein mexikanischer Gott, ein Thron aus Guatemala und ein thailändischer Schneemann dabei. Alle haben ihre kreative Phase an diesem Nachmittag ausgelebt. Chinesische Präzision führte uns Muyu vor, deren Stücke absolut exakt ausgestochen waren. Nach getaner Arbeit wurden die Berliner von Renate und die Hörnchen von Monika mit großem Appetit gevespert. Die Tonsachen können am 4. Dezember bei der AFS-Weihnachtsfeier auf den Tischen bewundert werden. Zur Überbrückung der Zeit zwischen dem Tonen und dem Stammtisch am selben Abend haben Renate und Monika die Gastschüler zum Essen nach Hause eingeladen. Hier hat sich Carolina angeboten, die Gastschülerinnen zu Grafs mitzunehmen. Leider hat sie in der finstern Nacht bei viel Verkehr in der Stadt den Anschluss an die vor ihr fahrenden Grafen verloren. Doch AFSer wissen sich zu helfen: mit Mobil- und Festnetztelefonen hat man sich durchtelefoniert, und nach etwas Verspätung konnten dann doch alle zum Abendessen am Zielort in Empfang genommen werden.


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